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Geschichte

Die Geschichte des HIF

Das Institut blickt auf eine lange Geschichte zurück: Am 1. Oktober 1793 wurde es vom Pfarrerssohn und Lehrer Andrea Rosius à Porta gegründet, da es zu diesem Zeitpunkt kein Bildungsangebot für die wohlhabende Jugend im Engadin gab. Von Anfang an nahm à Porta auch Mädchen als Schülerinnen auf. Von Pestalozzis Ansätzen beeinflusst, vertrat er eine Pädagogik der individuellen Wissensvermittlung auf der Basis von Freundlichkeit, Geduld und Sanftmut. Eltern und Lehrer rief er auf, bei den Kindern vor allem den Intellekt zu fördern, um ihnen Freude am Lernen zu bereiten.

Bis 1829 leitete Andrea Rosius à Porta selbst sein Institut und übergab es dann seinen beiden Söhnen, bevor er 1838 verstarb. Durch sein Lehrbuch und die Gründung der ersten Privatschule im Engadin hat er einen enorm wichtigen pädagogischen Grundstein für die Bildung in dieser Region gelegt. Nach der Erschliessung des Unterengadins durch die Rhätische Bahn entstand dann 1913 das Hochalpine Töchterinstitut Fetan, das sich ab 1976 auch wieder Knaben öffnete und seit 1993 unter dem Namen Hochalpines Institut Ftan – Institut Otalpin Ftan geführt wird.

Die Sportklasse - eine Erfolgsgeschichte

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte anfangs der 90er Jahre als das neue Angebot „Sportklasse“ eingeführt wurde, um mehr Schüler zu akquirieren. Die treibenden Kräfte hinter dieser Idee waren der damalige Rektor Fritz Gutbrodt, Schulleiter Jürg Wagner und Erfolgstrainer Joe Zangerl.  

Die „Sportklässler“, wie man sie am HIF nennt, sind seit jeher in die Regelklassen integriert und können das Schulpensum in der regulären Zeit absolvieren. Dadurch steht ihnen ein breites Ausbildungsangebot zur Auswahl.  

Über die Jahre entwickelte sich das HIF zum Zentrum der regionalen Nachwuchssportförderung. Heute ist die Sportklasse HIF eine Sportschule, Trainingszelle des Bündner Skiverbands und Regionales Leistungszentrum Swiss-Ski. In diesen Trainingsstrukturen sind interne und externe HIF-Schüler sowie Lehrlinge und Athleten die eine andere Schule in der Region besuchen integriert. 

Viele individuelle Erfolge in den letzten 20 Jahre zeigen, dass das Modell „Sportklasse“ in mehreren Sportarten erfolgreich unterwegs ist. „Bei uns muss man noch nicht spitze sein – bei uns kann man spitze werden“ – ein Satz, der die Philosophie auf den Punkt bringt: Wer Interesse, Motivation, Wille und Einsatz zeigt, bekommt in der Sportklasse eine Chance und eine optimale Betreuung um seine schulischen und sportlichen Ziele zu erreichen.

1993/94 

Joe Zangerl wird als erster Trainer der Sportklasse am Hochalpinen Institut Ftan angestellt. Die Sportklasse beginnt mit insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler, 11 Interne und 8 Externe.

1996
Gründung des Bündner Skiverbandes (BSV) Trainingstützpunktes SNAF (Snowboard, Nordic, Alpin Fun). Drei Trainer werden engagiert, Joe Zangerl als Trainer Snowboard, Konstantin Punt als Trainer Ski Alpin und Odd Kare Sivertsen als Trainer Langlauf.

1997/98
Die Zahl der Sportklassenschüler und -Schülerinnen nimmt stetig zu. Im Schuljahr 1997/98 zählen schon 30 Athletinnen und Athleten zur Sportklasse.

1998/99
Anerkennung durch Swiss Ski als Mittelschule mit Sportklasse.

2000
Die ersten Erfolge der Sportklasse folgen. Vinzens Lüps wird Vizeweltmeister an den Snowboard Junioren-Weltmeisterschaften in der Halfpipe.

2002
Die Sportklasse HIF nimmt Inline Skating als weitere Sportart in ihr Angebot auf.

2003
Jacqueline Hangl gewinnt an den Ski Alpin-Schweizermeisterschaften im Riesenslalom Silber bei den Damen.

Nevin Galmarini gewinnt die Swiss Nokia Tour im Snowboard Alpin bei den Junioren.

2004
Das Hochalpine Institut Ftan erhält das Swiss Olympic Private Sport School Label.

2005
Ursina Haller gewinnt die Goldmedaille in der Halfpipe an den Junioren Weltmeisterschaften.

2006
Dario Cologna gewinnt die Bronzemedaille an den Langlauf Junioren Weltmeisterschaften. 
Christian Haller erreichte den 4. Rang an den Snowboard Junioren Weltmeisterschaften

2008
Ab April übernimmt Odd Kare Sivertsen die Leitung der Sportklasse.

Das Hochalpine Institut Ftan wird als Swiss Olympic Sport School re-zertifiziert.

Der Stützpunkt SNAF wird aufgelöst und durch den Skisport Förderverein Regiun Parc Naziunal ersetzt. Die operative Leitung der regionalen Nachwuchssportförderung der Sportarten Ski Alpin, Snowboard, Langlauf und Biathlon läuft vollumfänglich über die Sportklasse HIF.

2009
Die Sportklasse HIF nimmt Tischtennis als weitere Sportart in ihr Angebot auf und stellt Oliver Gamm als Trainer an.

2010
Mit Dario Cologna, Christian und Ursina Haller, Nevin Galmarini und Urs Imboden können fünf ehemalige Athleten aus der Sportklasse an den Olympischen Winterspielen in Vancouver (CAN) teilnehmen.
Dario Cologna gewinnt die Goldmedaille über 15 Kilometer in der freien Technik.

2011
Das HIF investiert Fr. 2 Millionen für den neuen Sporttrakt mit Kraft- und Gymnastikraum, Besprechungszimmer, Therapiezimmer und Büros.

2013
Odd Kare Sivertsen übergibt die Leitung der Sportklasse an Mario Denoth.

In Zusammenarbeit mit dem Club da Hockey Engiadina (CdHE) wir Eishockey als neue Sportart angeboten.

2014
An den Olympischen Winterspielen in Sochi (RUS) können sieben ehemalige Athleten der Sportklasse Teilnehmen. Dario Cologna gewinnt die Goldmedaille im Skiathlon sowie über 15 Kilometer in der klassischen Technik. Zudem kann Nevin Galmarini im Parallel-Riesenslalom die Silbermedaille gewinnen.

Am 27. September 2014 feiert das HIF das 20-jährige Jubiläum der Sportklasse mit einem Fest und einem Tag der offenen Tür für die gesamte Bevölkerung. Die Sportklasse zählt mittlerweile 60 Sportlerinnen und Sportler.

2015
Das Hochalpine Institut Ftan verliert das Swiss Olympic Sport School Label trotz eines hervorragenden Leistungsausweises, da es weniger Sportklassenschüler zählt als es die Richtlinien von Swiss Olympic verlangen.

2016
Im Februar übergibt Mario Denoth die Leitung der Sportklasse an Muriel Hüberli.

Im März wird die Region Unterengadin Samnaun als Regionales Leistungszentrum (RLZ) Ski Alpin von Swiss-Ski mit Sitz am HIF anerkannt und erhält das RLZ Label.

2017
In Zusammenarbeit mit dem Golfclub Vulpera wird Golf als neue Sportart angeboten. 

Kontaktperson

Muriel Hüberli
Muriel Hüberli
Leiterin Sportklasse
+41 81 861 22 87
 m.hueberli@hif.ch

Kontaktperson

Buolf Näff
Buolf Näff
Sekretariat Sportklasse
+41 81 861 22 87
 b.naeff@hif.ch